Folge 11 - Was brauchen junge Mitarbeiter wirklich, Oberbürgermeister Thomas Kufen?

Shownotes

Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, teilt Einblicke aus seinem Werdegang und seine Sicht auf die Arbeitswelt von heute und morgen. Im Gespräch mit Katharina Van Meenen-Röhrig geht es um:

  • Mut zum Ausprobieren und Lernen aus Fehlern
  • Vorbilder und deren Bedeutung für junge Menschen
  • Warum Eltern nicht immer die besten Berufsberater sind
  • Erwartungen und Haltung der Generation Z
  • Mindset versus Fachwissen
  • Abwechslung, Entwicklung und Motivation im Beruf
  • Zusammenarbeit, Gemeinschaft und Teamdynamik
  • Gute Führung, Wertschätzung und Sichtbarkeit der Mitarbeiter
  • Die Folge zeigt praxisnah, wie Unternehmen junge Menschen begeistern, Teams stärken und eine moderne Arbeitskultur gestalten können.

Host: Katharina Van Meenen-Röhrig

Gast: Thomas Kufen

Redaktion & Produktion: Anna Wielki, Dustin Dion & Nils Schlieske

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Transkript anzeigen

00:00:03: Working Beyond Nine to Five, der Podcast, in dem sich alles um Visionen für die Arbeitswelt der Zukunft dreht.

00:00:09: Mein Name ist Katharina van Menen Rörik.

00:00:11: Mit meinen Gästen spreche ich über die neuesten Trends und Entwicklungen im Bereich Human Resources.

00:00:16: Wir erforschen die spannenden Chancen, die sich durch innovative Arbeitsmodelle, moderne Arbeitsumgebungen und leistungsstarke Softwarelösungen ergeben.

00:00:25: Und los geht's!

00:00:26: Let's design the future of work.

00:00:31: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des GeForce Podcasts.

00:00:36: Wir sind aus unserer kurzen Sommerpause zurück und ich freue mich sehr, dass es wieder losgeht.

00:00:41: Zum Auftakt möchte ich über das wichtige und große Thema Bildung sprechen.

00:00:46: Wie gelingt es, Städten und Regionen Talente zu fördern, Fachkräfte auszubilden und vor allem junge Menschen langfristig an die Region zu binden.

00:00:54: Konkret geht es um die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Essen und der Metropole Ruhr.

00:00:59: Und dazu ist es mir wirklich ein eine besonders große Ehre, meinen heutigen Gast zu begrüßen, unseren Essener Oberbürgermeister, Herr Thomas Kufen.

00:01:08: Ja, ich freue mich wirklich sehr.

00:01:09: Ich freue mich wirklich aufs Gespräch, weil es auch ein wichtiges Thema ist, was mir am Herzen liegt.

00:01:14: Und ich danke Ihnen jetzt schon ganz herzlich für Ihre Zeit.

00:01:17: Herr Kufen ist seit Jahr zweitausendfünfzehn unser Bürgermeister unserer gemeinsamen Heimat statt Essen und wurde gerade erst wieder gewählt.

00:01:26: Herzlichen Glückwunsch auch dazu.

00:01:28: Herzlichen Dank.

00:01:29: Herr Kufen kennt die Region so gut wie kaum ein anderer.

00:01:32: Er ist zudem im Aufsichtsrat von RWE, Vorsitzender der CDU Ruhr und stellvertretender Vorsitzender des Städtetages NRW.

00:01:40: Ich freue mich sehr auf das heutige Gespräch.

00:01:43: Herr Oberbürgermeister Kufen, ich habe jetzt versucht, das so gut es geht, zusammenzufassen.

00:01:48: Möchten Sie noch etwas ergänzen zu Ihrer Person, was Ihnen wichtig ist?

00:01:51: Nein, nein, ich bin sehr dankbar, dass Sie nur einige wenige Stationen erwähnt haben, denn ansonsten ... Hab ich schon mal erlebt, dass ganze Wikipedia-Anträge vorgelesen wurden.

00:02:01: Das ist auch sehr ermüdend.

00:02:02: Sie haben das Wichtigste

00:02:02: gesagt, vielen Dank

00:02:04: dafür.

00:02:05: Das ist gut.

00:02:06: Herr Kufen, wir haben so ein paar Gemeinsamkeiten.

00:02:09: Sie sind ja genau wie ich ein Kind der Stadt Essen.

00:02:12: Und sie sind, glaube ich, auch mit dem Familienbetrieb groß geworden.

00:02:17: Das einteilen ja immer so ein bisschen.

00:02:19: Wie hat denn Ihre Kindheit, Ihre Sicht auf Chancen und Bildung geprägt?

00:02:23: Ja, das prägt alles.

00:02:24: Und jeder, der ... In einem elterlichen Betrieb, in einem Familienbetrieb groß wird, im wahrsten Sinne des Wortes, nimmt das mit und dem prägt das natürlich auch.

00:02:35: Allein schon die Gespräche abends beim Abendbrot oder am Wochenende.

00:02:39: Es dreht sich alles nur um die Firma.

00:02:40: Ja.

00:02:41: Und auch am Sonntag werden dann Entscheidungen getroffen, die im Montags, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dann mitgeteilt werden.

00:02:47: Das sind kurz zu schnelle Entscheidungswege.

00:02:49: Aber es ist eben auch so, dass das ganze familiäre Leben bestimmt wird durch Belange des Betriebes, des Unternehmens.

00:02:56: Und so bin ich eben auch reingewachsen.

00:02:58: Für mich war das natürlich klar, dass nach der Schule geholfen wird im Betrieb.

00:03:02: Wenn es nur ist, Ersatzteile ausbringen, Anmeldungen vorzunehmen, oder wenn Not am Mann ist, einfach mal die Halle zu fegen, weil es gerade notwendig war.

00:03:13: Auch das sind alles Dinge, die mit meiner Kindheit einhergehen.

00:03:17: Ich glaube, das ist das ganz Wichtigste, was Sie gerade gesagt haben, was so ein Familienunternehmen auch wirklich ausmacht.

00:03:21: Jeder fasst irgendwie mit an und das ist immer prägendes Thema.

00:03:25: Ich erinnere mich auch, dass ich ab und zu mal mit meinem Roller über die Gänge gefahren bin, damals noch im anderen Gebäude als Kind.

00:03:31: Das war ganz normal, dass man am Wochenende eben auch mal der dann einfach in Betrieb war.

00:03:35: Ganz genau.

00:03:36: Ja,

00:03:36: selbstverständlich.

00:03:36: Und alles muss sich auch den Betrieb unterordnen, weil am Ende der Erfolg des Betriebes eben auch die Einnahmequelle der Familie ist.

00:03:46: nicht nur für die Familie, sondern auch Löhne und Gelder gezahlt werden müssen.

00:03:49: Auch das ist wichtig.

00:03:50: Insofern ist es das stimmende Element.

00:03:53: Aber man lernt eben auch sehr früh Verantwortung zu übernehmen für andere, mit anderen.

00:03:58: Man wird natürlich auch als Sohn des Chefs auch mal anders angesehen und ist dann auch sehr schnell als Vorbild wahrgenommen.

00:04:06: Und das ist auch das eine große Verantwortung.

00:04:08: Ich denke, das kennen Sie genauso.

00:04:10: Vorbild ist auch ein super Stichwort, wäre jetzt auch einer meiner nächsten Fragen gewesen.

00:04:15: Das kenne ich genau, aber vielleicht noch mal einen kleinen Schritt zurück.

00:04:19: Gab es in Ihrer Kindheit jemanden, wo Sie sagen, zu dem habe ich aufgeguckt, es war ein Vorbild für mich oder habe ich was Entscheidendes von gelernt?

00:04:27: Ja, ich habe ja natürlich einen Vater, der es selbst aufgebaut hat, ein Autohaus und die Anfänge waren in einer Garage, da hat er Enten, also zwei CV repariert und ... als Selfmade Man, die Dinge entwickelt.

00:04:42: Also genauso angefangen hat wie Bill Gates in der Garage.

00:04:45: Nur die Geschichte ist ein bisschen aßgegangen bei Auto aus Kufen als bei Bill Gates.

00:04:50: Aber das ist so eine Machermentalität.

00:04:52: Mein Vater hat die Volksschule besucht, hat eine Ausbildung gemacht, dann zum KFZ-Mechaniker und hat sich das wirklich selbst erarbeitet.

00:05:00: Und wir beide, mein Bruder und ich, sind in diesem Betrieb auch reingewachsen.

00:05:04: Es war klar, wir machen schnell die Schule fertig, um dann im Betrieb arbeiten zu können.

00:05:09: Und mein Bruder, der ist älter, der ist dann in die Werkstatt gewechselt als KFZ-Mechaniker, hinterher auch als KFZ-Meister und ich, der ... weniger praktisch, aber mehr kauf, wenn ich begabt bin.

00:05:20: Ich bin dann in den Koffeinischen Reich gegangen mit einer Ausbildung.

00:05:23: Und so war das eigentlich vorgezeichnet.

00:05:25: Und wenn die Politik nicht gewesen wäre, dann wäre das heute noch

00:05:28: so.

00:05:28: Die zweite Berufung sozusagen, genau.

00:05:31: Wir hatten jetzt gerade das Thema Vorbilder.

00:05:33: Jetzt hat natürlich nicht jeder das Glück, vielleicht, dass er so einen Machervater hat.

00:05:36: Wie wichtig glauben Sie, sind Vorbilder für junge Menschen, um sich auch zu orientieren?

00:05:42: Ein Vater als Macher zu haben, ist übrigens nicht nur Glück, sondern auch eine Herausforderung.

00:05:46: Auch da die Ansprüche noch immer gerecht zu werden.

00:05:48: Aber

00:05:49: grundsätzlich sagt ... Ja, junge Menschen brauchen Vorbilder, auch Personen, zu denen sie aufschauen können.

00:05:56: Und die vielleicht auch Wege gehen, um jungen Menschen zu zeigen, dass es möglich ist.

00:06:02: Und das kann wirklich sehr, sehr unterschiedlich sein.

00:06:04: Es kann in einer eigenen Familie sein, es kann im Sportverein sein, ein Trainer.

00:06:07: Es kann eine Nachbarjunge sein, es kann aber auch eine mutige Frau sein, die man kennenlernt.

00:06:13: Vorbilder können sehr unterschiedlich sein auf unterschiedlichen Wegen.

00:06:16: Einem Begegnend, die einen anspornen.

00:06:19: den gleichen Weg zu gehen und ich glaube, dass unsere Welt einfach auch vom Nachmachen lebt.

00:06:26: Wenn man mutige Männer und Frauen sieht, die einfach ein Weg gegangen sind, denen sich andere nicht zutrauen und neue Wege zu gehen.

00:06:32: Wenn alle immer die gleichen Wege gehen, wird das nicht funktionieren, sondern immer auch Neuland zu entdecken.

00:06:36: eine eingetretenen Trampelfahle zu verlassen, das macht den Reiz auch.

00:06:41: Das ist ja auch der Reiz von Unternehmertum, nicht immer nur das Gleiche zu machen, sondern die Chancen zu erkennen.

00:06:47: Und dazu muss man sehr wachsam sein und umsichtig.

00:06:51: Ja, ich glaube, das ist auch ein ganz wichtiges Stichwort, also neue Wege zu gehen und vielleicht die Alten auch zu vergessen, das glaube ich auch bei dem Thema Unternehmensnachfolge auch immer ein ganz wichtiges, zumindest an der Stelle, meine Erfahrung.

00:07:03: Ja, darum geht es ja auch ganz oft bei der Berufsfindung.

00:07:06: Wir erleben natürlich ganz oft, dass die Eltern die Berufswahl der Kinder prägen.

00:07:11: Aber die bringen Berufsbilder mit von vor dreißigvierzig Jahren.

00:07:15: Also die sind ganz oft die schlechtesten Berufsberater.

00:07:17: Und junge Menschen haben ganz oft dann den Druck, dass sie sich jetzt entscheiden müssen am Ende ihrer Schulzeit für einen beruflichen Weg und unter Umständen das das ganze Leben lang machen müssen.

00:07:26: Und ich sage in meinem Besuch, den Schulklassnehmer, den jungen Menschen, hey, macht erst mal das, was euch Spaß macht.

00:07:31: Dann werdet ihr auch gut sein in diesen Bereichen.

00:07:34: Und wenn ihr was ausprobiert und nach dem Jahr feststellt, das ist es nicht, macht was anderes.

00:07:38: Weil die meisten erfolgreichen Karrieren sind nicht gerade, sondern leben vom Ausprobieren, was Neues machen, sich neu erfinden, vielleicht auch scheitern, aber dann wieder aufstehen.

00:07:48: Und das sind die, die erfolgreich sind.

00:07:50: Und das, Jungmenschen zu vermitteln, nicht zu resignieren, nicht ängstlich zu sein, sondern aus Fehlern zu lernen.

00:07:57: neue Wege sich zuzutrauen und zu gehen.

00:07:59: Ich glaube, das ist nicht nur als Unternehmer oder als Unternehmerin wichtig, sondern auch als Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer wichtig.

00:08:06: Und das ist in der Fähigkeit, die gut gebraucht wird.

00:08:08: Ja, das ist ganz cool, was Sie gerade gesagt haben.

00:08:11: Cheryl Sandberg hat auch mal gesagt, Karriere ist eben keine Leiter, ist ein Klettergerüst.

00:08:15: Da muss man eben auch mal zur Seite und vielleicht auch mal einen Schritt zurückgehen, um dann eben auch ans Ziel zu gelangen.

00:08:20: Genau so ist es.

00:08:21: Ich sag das den jungen Menschen wohl, wenn irgendeine Tür zugeht, muss man darauf achten, dann geht woanders wie eine Tür auf.

00:08:26: Man muss sie nur finden und suchen und offen sein dafür.

00:08:29: Und mit der Maßgabe kommt man glaube ich ganz gut durchs Leben.

00:08:33: Das glaube ich auch.

00:08:34: Da gehört ja so eine gewisse Resilienz zu.

00:08:36: Was glauben Sie, kann man dazu beitragen, junge Menschen, die wir natürlich hier im Unternehmen begleiten, die Sie begleiten, dazu beitragen, dass die diese Resilienz entwickeln und das auch erkennen.

00:08:46: Ja, sehr gerne.

00:08:47: Ich habe ganz auf die in der Vergangenheit Arbeitgeber gesprochen, die haben gesagt, ja, die jungen Menschen, die müssen Lesenrechen schreiben können.

00:08:54: Das müssen wir denen schon wieder beibringen jetzt.

00:08:56: Das können die nicht mehr.

00:08:57: Und heute sagen die gleichen Arbeitgeber, ja, Lesenrechen schreiben, bringen wir denen bei.

00:09:03: Wir brauchen die Fähigkeiten, dass sie pünktlich sind, dass sie mit Rückschlägen umgehen, dass sie empathisch sind, dass sie sich einstellen auf neue Situationen und dass sie sich auch mal in die Schule anders stellen können.

00:09:14: Das sind vielleicht Fähigkeiten, die man in der Schule nicht auf dem Stundenplan findet, aber die so wichtig sind für junge Menschen, um erfolgreich sein zu können und auch eine Tätigkeit auszuüben, wo man sich selber widerspiegelt.

00:09:27: Und ich sage das auch, wir sind in der Stadt Essen.

00:09:30: größter Arbeitgeberin, elf tausend Fünfhundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

00:09:34: Wir suchen nicht die besten, sondern wir suchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zu uns passen.

00:09:39: Das ist ein großer Unterschied.

00:09:40: Ja, ich glaube, das ist auch ein ganz wichtiges, ganz wichtiger Wechsel im Mindset vieler Unternehmen, den ich auch zunehmend beobachte, dass wirklich man gesagt oder dass man da hinkommt zu sagen, ich stelle nur nach Mindset ein.

00:09:55: Natürlich müssen gewisse Skills vorhanden sein, aber dass man eben diese ganzen fachlichen Themen den Leute in der Regel beibringen kann.

00:10:02: Das ist anders noch als vor einigen Jahren, so erlebe ich das.

00:10:05: Ja, das ist

00:10:05: stark verändert.

00:10:06: Ich bin Jahrgang in den Seventies.

00:10:07: In meiner Jugendzeit gab es noch Jugendarbeitslosigkeit.

00:10:11: Und mit Blick auf die Babyboomer, die jetzt nach und nach in Rente und Pensionen geht und das, was nachkommt, ist ganz klar, die jungen Menschen können sich aussuchen, wo sie arbeiten.

00:10:21: Zu meiner Zeit wurde die Bewerbung aussortiert, wenn man das Datum falsch geschrieben hatte oder die Adresse falsch war,

00:10:28: dann wurde

00:10:29: schon gar nicht weitergeguckt.

00:10:30: Was kann der eigentlich?

00:10:31: Oder was hat dir für die Fähigkeiten?

00:10:34: Also, einsa geschriebene Bewerbung, wenn man nur danach geht, dann hat man wenig Vorschlungsgespräche.

00:10:41: Also, da geht es heute um viel, viel mehr.

00:10:43: Und ja, zumal sich auch das Bewerbungsverhalten ja völlig verändert hat.

00:10:47: Manche halten unter WhatsApps und stellen ... Die jungen Menschen stellen sich dann vor und kriegen eine Chance, weil jungen Menschen eben auch in Zukunft perspektivisch wirklich eine Mangelware sind und deshalb müssen Unternehmen ihren Nachfug selbst ausbilden.

00:11:01: und das ist eine große Anstrengung, aber auch ein großes Gewinn mit jungen Menschen zusammenzuarbeiten, weil selber dazu beiträgt, jung zu bleiben.

00:11:10: Ganz wichtiges Stichwort auch Ausbildung.

00:11:13: Mir ist das ja persönlich auch nicht nur als Unternehmerin, sondern auch für mein Engagement in der IHK unglaublich wichtig, auch das Thema Ausbildung hochzuhalten.

00:11:20: Und sie sagten eben auch, Eltern sind häufig die schlechtesten Berufsberater.

00:11:25: Nicht alle,

00:11:25: aber viele.

00:11:26: Ja, das kann ich mir auch gut vorstellen, weil viele Eltern, das kriege ich wirklich oft mit raten, erst mal pauschal zu einem Studium und weniger zu einer Berufsausbildung.

00:11:35: Und was würden Sie sagen, wenn wir uns jetzt, weiß ich nicht, die Klasse eine klassische Berufsausbildung vergleichen?

00:11:41: zur akademischen Bildung.

00:11:43: Wie stellen Sie die in Relation zueinander?

00:11:45: Die Talente sind wirklich sehr unterschiedlich verteilt.

00:11:48: Und ich glaube, man muss ausprobieren.

00:11:49: Wir müssen viel mehr Praktika ermöglichen, auch gerade schon im schulischen Bereich.

00:11:54: Und wenn ich mir anschaue, wie jung viele Schulabsolventinnen und Absolventen heute sind, dann muss man nicht sofort schon den Weg ins Leben wissen.

00:12:02: Ich habe es eingangs gesagt.

00:12:03: Und deshalb ausprobieren, machen, Praktika machen.

00:12:07: Reinschnuppern in verschiedene Bereiche und die Bandbreite, nicht nur von Studienfächern, sondern auch von Ausblucksberufen, ist ja mittlerweile so groß, da kann ja keiner den Überblick behalten, sofern wirklich nach eigenen Lust und Laune und Neigung das ausprobieren und nicht was aufschwachsen lassen oder beraten, wo man möglicherweise einen sicheren Job oder viel Geld verdient oder sozial hoch angesehen.

00:12:34: Am Ende geht es doch darum, mache ich was, wo ich mich wirklich wieder finde, wo ich meine Talente einbringen kann.

00:12:39: Denn dann bin ich auch gut.

00:12:40: Dann gehe ich gerne zur Arbeit.

00:12:42: Und das ist, glaube ich, ein ganz großer Gewinn.

00:12:45: Wenn man das sagen kann, ich stehe jeden Morgen gerne auf und gehe zur Arbeit.

00:12:50: Wenn man das schon sagen kann, ist schon der halbe Miete.

00:12:53: Absolut.

00:12:55: Das denke ich auch, weil ich glaube, ansonsten ist es auch... einfach nicht so, dass man vielleicht ein volles Potenzial ausschöpfen kann, um auch alles aus sich rauszuholen, um wirklich gut zu sein.

00:13:05: Und wir müssen die Leute mal sagen, na ja, es ist doch nicht jeden Tag schön, es gibt doch nicht nur gute Nachrichten, es gibt auch mal anstrengende Tage und es gibt auch mal sehr viel Verzicht und auch Stress und auch vielleicht der Führungskräfte, die nicht gut sind, den falschen Tontreffen, auch das gehört ja.

00:13:19: alles zu haben, auch damit umzugehen und nicht gleich die Flüchtlingskorn zu werfen, ist eben auch etwas, was junge Menschen wirklich lernen müssen.

00:13:27: oder wo sie sich auch unterhaken müssen.

00:13:28: Und ja, ich finde das auch gut.

00:13:32: Es wird ganz oft über die Generation Z gemosert, kritisiert, gemäckert.

00:13:38: Aber sie prüfen uns auch, weil sie ganz anders an Problemlösungen rangehen mit einer hohen Kompetenz im Digitalen, die aber auch geformt werden muss.

00:13:47: Aber sie sind sehr viel nahebarer.

00:13:50: Und das ist ein großes Potenzial, auch gerade in einer ... Arbeitswelt sich so verändert, die viel agiler ist, da kann es nicht mit Hierarchien kommen, sondern da geht es eben darum, was ist die beste Lösung, die wir jetzt gemeinsam erarbeiten.

00:14:04: Ja, absolut.

00:14:04: Ich glaube, das ist auch so, dass, wenn man es schafft, die jungen Menschen zu begeistern, dann sind die auch unheimlich loyal und sind auch bereit, wirklich auch viel zu geben.

00:14:14: Ich glaube, da muss man hinkommen, das eben auch zu schaffen.

00:14:16: Und da bin ich genau bei Ihnen, Sie fordern uns heraus, aber Sie fordern uns auch heraus, immer wieder neue Wege zu gehen, um zu denken, diesen Wandel auch mitzugehen.

00:14:25: Und das bringt ein Unternehmen natürlich auch von der Unternehmenskultur her weit nach vorne, wenn man das eben schafft, auch mitzuhalten.

00:14:31: Auf der anderen Seite stelle ich... ich fest, dass junge Menschen vor allen Dingen sehr viel wechselbereiter sind.

00:14:36: Also die Vorstellung, ich mach den Job jetzt zwanzig Jahre, das schreckt er ab, sondern die machen das zwei Jahre, dann wollen wir was anderes machen, vielleicht im Unternehmen.

00:14:44: Und wenn das dort nicht möglich ist, dann wechseln sie auch.

00:14:46: Insofern geht es eben auch darum, den Entspannungsbogen offen zu halten, weil offenbar die Zeit, so wie man es bei Social Media und TikTok ja insbesondere erlebt, die Aufmerksamkeit, Spanne so kurz geworden ist.

00:15:02: Also junge Menschen brauchen auch Abwechslung und das stellt uns auf zusätzliche, stellt uns vor zusätzliche große Herausforderungen.

00:15:09: Was glauben Sie, sind so die Kernkompetenzen von Unternehmen oder von Arbeitgebern, auch wie Sie es eben aus sind, um junge Menschen zu begeistern und auch für sich langfristig oder zumindest mittelfristig zu halten?

00:15:22: Ja, sicherlich ein großes Thema ist, welche Konsequenzen ziehen wir aus Corona?

00:15:30: organisieren wir die neuen Arbeitswelten.

00:15:33: Das ist insbesondere für die, die ihre Tätigkeiten auch im Homeoffice oder im mobilen Arbeiten machen können.

00:15:39: Und auf der anderen Seite haben wir eben sehr viele Tätigkeiten, die können nicht ins Homeoffice gehen.

00:15:43: Die entscheiden sich an der Werkbank in der Werkstatt auf der Straße hinter dem Lenkrad.

00:15:51: Und dort auch eine Kultur zu vermitteln, sind nicht nur die Arbeitsplätze attraktiv, die man von zu Hause vor der Couch machen kann.

00:15:59: Sondern eben auch, wo man mit anderen im Betrieb gemeinsam was erreichen kann, sind vielleicht manchmal die Erfüllneren, weil der Mensch ein soziales Wesen ist.

00:16:11: Und deshalb ist gute Gemeinschaft.

00:16:13: Und dann komme ich noch mal zum Thema zurück.

00:16:15: Es ist auch eine Herausforderung an Führungskräfte.

00:16:18: Gute Führung ist so wichtig.

00:16:20: Menschen zu fühlen, die im Home Office sind, ist eine neue Kompetenz, die wir erfüllen müssen und ausfüllen müssen.

00:16:27: Aber eben auch junge Menschen zu einem Team werden zu lassen und auch so eine Generationen-Mix in den Betrieben, wenn es auch um Wissensmanagement geht, zu gewährleisten, stellt Führungskräfte auch von Neuerausforderungen in der digitalen Welt.

00:16:43: Also Führung ist vielschichtiger und ist wahrscheinlich wichtiger denn je, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu halten.

00:16:51: Denn das sagt ja die Statistik.

00:16:53: Viele wechseln ... nicht den Arbeitgeber, weil sie woanders mehr verdienen, sondern weil sie sich nicht gesehen werden von ihrem Vorgesetzten, nicht wertgeschätzt fühlen von ihrem Vorgesetzten oder weil sie in ihrer Arbeit keinen Sinn sehen.

00:17:06: Da muss man dann arbeiten, gerade auch als Führungskraft.

00:17:09: Ja, stellen wir auch immer wieder fest, dass man wirklich auch die leute abholen muss dahingehend.

00:17:13: Was ist denn eigentlich der Sinn?

00:17:14: Warum sind wir hier?

00:17:16: Also der Grund bei uns ist es jetzt, dann können sieben Millionen Menschen nicht arbeiten, wenn du jetzt schlechte Software produzierst.

00:17:22: Und das ist ja sinngebend und so kann man das glaube ich überall erreichen.

00:17:26: Aber man muss den Leuten das erklären und kann es nicht immer voraussetzen, dass sie das von alleine für sich ableiten.

00:17:32: Ja

00:17:32: und jeder ist wichtig im Betrieb.

00:17:33: Genau.

00:17:34: Der Auszubildende genauso wie der Chef und im Idealfall läuft sogar der Tag ohne den Chef.

00:17:39: Genau, haben wir der Mitarbeiter, der auszubildende Witt gebraucht jeden Tag.

00:17:43: Ich glaube, das ist eine Frage nicht oben und unten, sondern wir.

00:17:47: Und was können wir gemeinsam erreichen?

00:17:49: Ja, das sehe ich absolut genauso.

00:17:51: Flacher Hierarchien, eine Dutzkultur, die wir hier auch haben, Wertschätzung den jungen Menschen oder überhaupt allen Menschen gegenüber, logischerweise ist, glaube ich, was ganz, ganz wichtig ist zur Unternehmenskultur, was beizutragen ist, um auch gute Leute wirklich bei sich zu werden.

00:18:05: Ja,

00:18:05: um Menschen ja nicht nur als Mitarbeiter zu sehen, sondern als Menschen.

00:18:08: Sie haben es angesprochen.

00:18:09: Das heißt eben auch, weiß ich was über den Arbeitskollegen.

00:18:14: Es gibt so einen Spruch, der Kollege im Nachbarbüro ist total netter Kerl, aber ich weiß nicht, was der beruflich macht.

00:18:21: Also kennen wir uns einander.

00:18:23: Wissen wir eigentlich, ist da jetzt jemand, wo die Mutter aktuell dringend einen Pflegeplatz braucht, wo die Kinderbetreuung nicht gut funktioniert, wo jemand mit einem Mann zusammenlebt als Mann?

00:18:34: Also nehmen wir auch den Menschen so an, wie er ist und gibt es auch eine Offenheit.

00:18:39: das private auch mit reinzubringen, damit wir auch druckfrühig sich nehmen können.

00:18:43: Ein Beispiel gehört, da gab es ein Mitarbeiter, der kam regelmäßig zu spät und stellte sich raus, er kam deshalb zu spät, weil er pflegebedürftige Eltern hat und er hat immer zu Hause aus dem Pflegedienst gewartet, die häufig zu spät kam.

00:18:57: Und diese Belastungssituation, auf der einen Seite den Eltern gerecht zu werden, die Pflegebedürftig sind, auf der anderen Seite den Arbeitgeber und den Chef, der schon geguckt, der kommt wieder zu spät, aber gar nicht weiß, warum.

00:19:09: Das ist doch etwas, was muss aufgelöst werden, weil diesen Druck hält sonst lange keiner durch, also den Menschen so sehen, annehmen, Interesse haben, Empathie haben.

00:19:21: Das führt am Ende Menschen zusammen und bindet sich auch an Unternehmen.

00:19:24: Ja, absolut.

00:19:25: Und ich glaube, dass der Arbeitnehmer auch nicht nur in der Brinkschuld, sondern vor allem auch die Führungskräfte in der Hohlschuld, einfach ihre Mitarbeiter wirklich auch zu kennen.

00:19:35: Und das gehört eben, wie Sie gerade gesagt haben, ganz wichtig auch zur Führung dazu.

00:19:40: Das habe ich gelernt.

00:19:41: Ich glaube, das kennen Sie auch.

00:19:42: Im Familienbetrieb ist das nämlich so, wenn der Chef durch den Laden geht.

00:19:45: Der weiß ja genau, guck mal hier, der hat sich vor drei Jahren scheiden lassen.

00:19:48: Wie sieht es jetzt aus?

00:19:51: Das ist derjenige, der gerade ein kleines Kind zu Hause hat oder die Kollegin, die Fiebert auf die Hochzeit der Tochter.

00:19:59: Und dann das persönliche Gespräch und Führung braucht Zeit.

00:20:02: Man muss sich wirklich Zeit nehmen, sich auch zwingend Zeit zu nehmen, zur Not wirklich im Kalender eintragen, machen Fragen im Vorzimmer.

00:20:11: Wie geht's?

00:20:11: Was zu Hause?

00:20:14: Wo drückt der Schuh?

00:20:15: Und das ist eine ganz wichtige Erfahrung.

00:20:18: Das gebe ich auch allen Führungsgriffen bei der Stadtverwaltung.

00:20:21: wieder und bin selber auch jemand, der jeden Tag dran arbeiten muss.

00:20:25: Für führen braucht man Zeit, man muss Zeit nehmen für die Mitarbeiter.

00:20:28: Ja, sehr spannend.

00:20:31: Herr Kufen, Sie sind bei so vielen Bildungsinitiativen mit drin aktiv.

00:20:36: Was oder welche Entwicklungen der vergangenen zehn Jahre oder auch welche Initiativen in Ihrer Zeit als Oberbürgermeister machen Sie besonders stolz?

00:20:44: Also gibt es ganz viele, insbesondere ... habe ich großen Spaß mit unserem Projekt.

00:20:49: Musik kommt um die Ecke.

00:20:51: Und dann kommen wirklich Musiker unserer Philharmoniker und gehen in Kitas und spielen dort geige Bratsche, Cello oder Trompete.

00:21:00: Und dann stehen dann selbst die größten Zappelfille plötzlich ganz still und horchend, wenn dort Mutzart gespielt wird und sehen zum ersten Mal eine Bratsche oder halten in der Hand.

00:21:11: Das ist wirklich sehr musikalische Frühjahrziehung und die erzählen dann zu Hause davon.

00:21:16: Und das zweite Projekt ist die Junior Uni, ein außer-schulischer Lernort, den wir geschaffen haben auf der Technik, wo wir ja, jungen Menschen mit einem schönen Slogan, sei so neugierig wie du bist, eine Möglichkeit geben, auch gerade im Mintbereich Felder zu entdecken, die vielleicht nicht über die Stundentafel im Unterricht abgedeckt sind, wo man mehr wissen will.

00:21:37: Und das Schöne ist, wir erreichen wirklich auch viele junge Frauen und Mädchen.

00:21:42: und das Beste ist, wenn man sich die Gruppen anschaut, wo kommen die Kinder her, lieber der Junior oder die Mitmachen?

00:21:49: Platz eins, alten Essen, Platz zwei, Rüttenscheid.

00:21:54: Da kommt eben auch die Stadtgesellschaft zusammen und die melden sich für einen Kurs an, wie kann man ein Legokran programmieren, damit der Bombons von A nach B transportiert?

00:22:06: Und das finde ich wirklich ganz großartig.

00:22:08: Dieses Projekt wächst und wächst auch mit ihrer Hilfe.

00:22:12: Sehr gerne.

00:22:13: Ich freue mich natürlich auch zu hören, dass da besonders auch junge weibliche Talente gefördert werden.

00:22:18: Das ist mir auch immer ein sehr großes Anliegen, gerade im Bereich Mint.

00:22:23: Der Klassiker ist.

00:22:24: und als wenn man es vorher gewusst hätte, da der Beweis nochmal da, wenn der Kurs von einer Frau geleitet wird, melden sich mehr Mädchen an.

00:22:36: als wenn der Kurs von einem Mann geleitet wird.

00:22:38: Interessant.

00:22:40: Das ist spannend.

00:22:42: Da musste man jetzt mal länger drüber nachdenken.

00:22:45: Da sind wir wieder am Anfang des Gesprächs.

00:22:46: Es geht um Vorbilder.

00:22:47: Ja.

00:22:48: Ja, genau.

00:22:49: Also wir versuchen, dass hier auch immer, muss ich einmal vielleicht als Beispiel auch nennen, beim Girls' Day, wo auch ja aus allen möglichen Schulen die Jungmädchen zu uns kommen.

00:22:56: Das lassen wir auch immer von unseren meistens auszubildenden oder dualen Studenten machen, aber in der Regel machen das dann auch die Damen.

00:23:04: Und das schafft natürlich auch Vertrauen da rein, sich nicht in so eine vorgefertigte Meinung vielleicht drücken zu lassen, die ja leider häufig irgendwie immer noch im Elternhaus offensichtlich suggeriert wird, sondern eben auch wirklich offen zu sein.

00:23:17: auch so was zu machen und die Leute dafür oder die jungen Mädchen dafür zu begeistern.

00:23:21: So ein Vorbild sind Sie ja auch.

00:23:23: Ich versuch's.

00:23:24: Auf

00:23:24: jeden Fall.

00:23:25: Klar.

00:23:26: Ja, ich versuche auch immer, gerade die Frauen hier im Unternehmen zu fördern, auch mal einen mutigen Karriere Schritt zu machen, auch wenn sie Kinder haben oder gerade weil sie Kinder haben.

00:23:35: Weil das so wichtig ist, sich das trotzdem zuzutrauen.

00:23:37: Und ich glaube, da sind wir tatsächlich auch auf einem guten Weg, dass die Gesellschaft da immer offener für wird und Arbeitsmodelle schafft, die dann eben auch wirklich zu vereinbaren sind.

00:23:48: Wenn ich mir heute anschaue, wer fängt bei der Stadtverwaltung an?

00:23:51: Dann sind es mehr Frauen als Männer, weil die ... leichter oder besser unsere Einstellungstests bestehen als die Männer.

00:24:03: Wenn ich dann sehe, wer bewirbt sich auf Führungspositionen, sind das in der Regel noch mehr Männer, weil die sich das leichter und schneller zutrauen, während Frauen ganz oft überlegen, werde ich in Ansprüchen gerecht.

00:24:17: Auf was muss ich verzichten?

00:24:19: Bin ich schon so weit?

00:24:22: muss ich eine Einschränkung auch zu Hause mitbringen.

00:24:25: Dieser Mental Load, gerade bei Frauen, bei jungen Frauen, allen gerecht zu werden und dann noch Personalverantwortung zu übernehmen, führt offenbar dazu, dass Frauen länger überlegen, ob sie wirklich den nächsten Schritt gehen oder nicht.

00:24:44: Während Männer da weniger danach denken und sagen, ich nehme den Job erst mal an, dann kann ich immer gucken, ob ich es schaffe.

00:24:51: Ja, ich glaube, das ist tatsächlich so.

00:24:53: Und was ich auch immer wieder feststelle, wenn Frauen sich auf Stellen bewerben oder auch Männer, Männer bewerben sich, wenn sie vielleicht drei der Anforderungen erfüllen.

00:25:02: Und Frauen achten schon eher darauf, dass sie vielleicht achtzig bis neunzig Prozent der Anforderungen erfüllen.

00:25:08: Das ist auch noch etwas, da können wir noch ein bisschen, ja, haben wir noch ein bisschen Luft nach oben.

00:25:13: Das wird da noch ein bisschen mehr gleichberechtigt.

00:25:14: Wir

00:25:14: können bald voneinander lernen.

00:25:15: Genau, genau, richtig.

00:25:18: Ja, wir gehen jetzt schon eigentlich zur Signature-Question über, die ich allen, meinen Gästen immer einmal stellen möchte.

00:25:26: Und wenn Sie sich vorstellen, Sie sind für Essen, und das sind Sie ja, der kreative Kopf des Projektes, die Zukunft der Arbeit gestalten, also Designing the Future of Work und Ihren Ideen sind keinerlei Grenzen gesetzt.

00:25:38: Welche Zukunft der Arbeit würden Sie sich in Essen wünschen, würden Sie erschaffen, wenn alles möglich ist?

00:25:44: Ui, jetzt bin ich sehr... ... im Praktischen verhaftet und deshalb bin ich es nicht so ... ... auf Glücksfähfragen eingestellt.

00:25:55: Ich würde sagen ... ... wir sind ja in Essen ... ... einfach ein ... ... Sachsalop, ein Bunter auf den Knete.

00:26:03: Und für mich ist nicht entscheidend, ... ... wo jemand herkommt, sondern nur, wo wir gemeinsam hinwollen.

00:26:08: Und ob hier jemand einheimischer ist oder zugewandert hat, ... ... das ist immer nur eine Frage des Zeitpunkts.

00:26:13: Irgendwann ist jeder hier in dieser Region ... ... eingewandert.

00:26:16: Ich glaube, dass ... macht etwas mit den Menschen hier.

00:26:20: Und deshalb sind drei Sachen wichtig.

00:26:23: Menschlichkeit, Empathie und gegenseitigen Respekt.

00:26:27: Und damit fahren wir, glaube ich, ganz gut.

00:26:29: Und das nicht nur aufs private, nicht nur aufs politische, sondern auch auf die Arbeitswelt zu übertragen,

00:26:34: wäre, glaube

00:26:35: ich, eine große, wichtige Herausforderung und gleichzeitig eine gute Basis.

00:26:39: Das fand ich jetzt ganz spannend, was Sie gesagt haben.

00:26:41: Vielen Dank dafür.

00:26:42: Ich bin auch wirklich stolz darauf, dass wir hier neunzwanzig Nationen haben, die hier innerhalb der GFOS tätig sind.

00:26:48: Und ich finde das einfach immer ein Beispiel dafür, wie gut es funktionieren kann, wenn alle sich Mühe geben.

00:26:53: Und ja, das ist einfach eine super bunte Gesellschaft.

00:26:58: Es ist hier, wo man sagt, das funktioniert einfach und alle haben das gleiche Ziel.

00:27:03: Alle wollen gemeinsam was schaffen.

00:27:06: Aber es gibt auch Regeln und die müssen auch für alle Geld.

00:27:09: Das ist korrekt.

00:27:09: Das ist natürlich sowieso klar.

00:27:10: Ich glaube, Leitplanken muss man da immer setzen.

00:27:13: Das ist auch ganz wichtig.

00:27:14: Aber das meine ich auch mit Zielen.

00:27:15: Alle müssen halt wissen, wohin es geht.

00:27:17: Und ich glaube, dann kann man einfach auch viel zusammen erreichen.

00:27:21: Und das ist, glaube ich, auch eine Unternehmenskultur, die sehr wünschenswert ist, dann eben auch zu erreichen.

00:27:26: Das ist mein Leitspruch übrigens.

00:27:27: Nicht haste was, dann bist du was.

00:27:31: Kannste was, dann bist du was.

00:27:33: Hast du was, dann bist du was, das kommt noch so ein bisschen außer Generation davor oder mehrere Generationen davor, ne?

00:27:38: Ja.

00:27:39: Genau.

00:27:40: Ja, das habe ich ja auch in Essen schon mal gewohnt.

00:27:41: Aber ist gut.

00:27:42: Kannst du was, dann bist du was.

00:27:45: Vielen, vielen Dank, Herr Oberbürgermeister, dass Sie sich heute die Zeit genommen haben.

00:27:48: Ich weiß, Ihre Zeit ist immer knapp.

00:27:50: Ich weiß das wirklich sehr zu schätzen.

00:27:52: Und dann sind wir leider auch schon wieder am Ende für heute.

00:27:55: Ja, vielen Dank für das wirklich kurzweilige Gespräch und die vielen Eindrücke hier rund um Essen.

00:28:01: Ich wünsche Ihnen weiterhin so gutes Gelingen wie in den letzten Jahren und ein glückliches Händchen für unsere Stadt Essen.

00:28:07: Vielen Dank auch an unsere Zuhörer, dass sie wieder dabei waren.

00:28:10: Ich hoffe, sie konnten viel für sich mitnehmen und ich freue mich sehr.

00:28:13: wenn Sie auch beim nächsten Mal wieder dabei sind, wenn es heißt, let's design the future of work.

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